Schlagwort-Archiv: Naturpark Schönbuch

DIE INITIATIVE HAT SICH AN DIE ABGEORDNETEN DES LANDTAGS VON BADEN-WÜRTTEMBERG GEWANDT.

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BODENZERSTÖRUNG IN GESCHÜTZTEM WALDBIOTOP BEI AMMERBUCH

Der unreflektierte Einsatz  von Holzerntemaschinen macht auch in Waldbiotopen, hier, Schönbuch / Nebenbäche zum Arenbach, nicht Halt. „Ökologische Kleinode des Waldes stehen unter nachhaltigem Schutz und die Pflege dieser sensiblen Waldbereiche sind über die ordnungsgemäße forstliche Bewirtschaftung gewährleistet“, ist auf der Webseite von Forst BW zu lesen!

Was, wenn die Böden der sensiblen Waldbereiche durch Befahrung zerstört werden?

Hierzu die Korrespondenz mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Tübingen:

Hierzu zwei Antworten der Fachabteilung:  In den an das Gewässer angrenzenden Waldbeständen wurde im vergangenen Winter Holz genutzt, der Bach bzw. das Biotop waren dadurch nicht direkt berührt (!) … (dass) auf das Gesamtbiotop gesehen – nicht von einer erheblichen Beeinträchtigung ausgegangen werden kann.

Die Befahrung der Quellflur, des Baches und des Uferbereichs mit der Folge von Bodenbruch, bleibt unerwähnt.

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Stuttgarter Zeitung- Waldkritik-Bürger wollen den Waldboden schützen

Liebe Freunde der Initiative „Waldkritik“,

heute ist in der Stuttgarter Zeitung ein Artikel über unser Anliegen, etwas hinsichtlich eines effektiven Waldbodenschutzes im Schönbuch zu tun, erschienen.

>>> Weiter zum Artikel in der Stuttgarter Zeitung >>>

waldboden schützen

Um den Artikel in einer lesbaren Qualität zu lesen, klicken Sie entweder auf das obige Bild oder rufen Sie den obigen Link auf. Herzlichen Dank!

Antwort des MLR, Herrn Reimer, auf die Vorlage unseres Bodenschutzkonzepts

Die Antwort des Herrn Reimer trifft übrigens erst nach fast einem Jahr bei uns ein und das auch nur auf unsere Nachfrage hin, zeigt dies nicht wie gering das Interesse an der Mitarbeit der BürgerInnen an diesem Thema ist …

Weiter zur Antwort von Herrn Reimer

Unsere Antwort auf Herrn Reimer

DISKUSSION DER FORSTEINRICHTUNG IN AICHTAL

Der Gemeinderat verabschiedet die Forsteinrichtung von 2017-2025

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MACHEN FORSTMASCHINEN UNSEREN WALD KAPUTT

am 07.04. 20.15 Uhr berichtete das SWR-Fernsehen in BadenWürttemberg über Schäden durch Forstmaschinen im Schwarzwald und im Schönbuch, sehen Sie HIER den 2. Teil der Sendung mit einem Interview mit dem Mitglied der Forstkammer Baden-Württemberg Herrn Max Erbgraf zu Königsegg-Aulendorf

>>> weiter

Wir wollen keine Statisten sein!

Wir wurden von ForstBW und der Interessensgemeinschaft Zugpferde e. V. (IGZ) für den 30.10.2015 in den Schönbuch rund um die  Weiler Hütte zu einer Exkursion mit dem Themenschwerpunkt: „€žBodenschutz mit Pferd und Technik“ eingeladen. Diese Einladung können wir nicht annehmen und haben wie folgt dem Einladenden geantwortet.

Sehr geehrter Herr Rempp,

wir können Ihrer persönlichen Einladung nicht folgen, da die Wahl des Veranstaltungsortes die schweren Bodenschäden, die Anlass unserer Kritik sind ausschließt. Wir haben den Veranstaltern im Vorfeld den Vorschlag unterbreitet, uns die Möglichkeit zu geben, den BesucherInnen unseren Entwurf vorzustellen. Das entsprechende Anschreiben wurde nicht einmal beantwortet. Dabei ist der Entwurf ein wichtiger Beitrag sowohl zur Information als auch zur Diskussion mit den Besuchern. Wir können uns bei der Professionalität der Planungen die Forst BW vornimmt nicht vorstellen, dass dies ohne Grund geschehen ist Wir wollen keine Statisten sein! weiterlesen

Unser Bodenschutzkonzept in den Forstlichen Mitteilungen

FM-TitelDie Forstliche Mitteilungen sind eine bundesweit verbreitete Zeitschrift für die Beschäftigten in Forst und Naturschutz im Organisationsbereich der IG Bauen-Agrar-Umwelt.

In der jüngsten Ausgabe der FM findet sich ein Artikel über unser Bodenschutzkonzept für den Schönbuch, den wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.

Klicken Sie HIER

Artikel in der Kreiszeitung Böblingen

Liebe Freunde der Initiative “Waldkritik”,

heute ist in der Kreiszeitung Böblingen ein Artikel über unser Anliegen, etwas hinsichtlich eines effektiven Waldbodenschutzes im Schönbuch zu tun, erschienen.

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Neues vom Landratsamt Böblingen

Liebe Freunde der Inititiave „Waldkritik“,

wie anderen offiziellen Stellen auch, haben wir unser „Bodenschutzkonzept“ Herrn Landrat Bernhard, vom Landratsamt Böblingen zugeschickt.
Am 18.  August 2015 haben wir von Herrn Martin Wuttke, Erster Landesbeamter und stellvertretender Landrat beim Landratsamt Böblingen, eine Antwort erhalten, die wir ausdrücklich NICHT auf unserer Webseite veröffentlichen dürfen.

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Schreiben an Herrn Lieber

Sehr geehrter Herr Lieber,

wir haben in der Stellungnahme zum FSC-Audit verdeutlichen können, dass die Beurteilung der von uns beanstandeten Bodenschäden ohne angemessene Prüfmethoden erfolgt ist und die Beurteilung sich ausschließlich auf die optische Einschätzung der Schäden als genügend beruft.  Genügt es, dass die Auditoren allein die Einhaltung der fragwürdigen Standards von ForstBW bestätigen und die Bodenschäden sichtlich außer Acht lassen?

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Nachlese zum Schönbuch als Wald des Jahres 2014!

Liebe Freunde der Initiative Waldkritik,
am 23.1.2015 hat der Forst BW auf Youtube einen Rückblick auf das Jahr 2014, in dem der Schönbuch „Wald des Jahres war“ veröffentlicht.

Nichts liegt uns ferner als die „Ewigen Miesepeter“ zu geben, die mit ihrer ständigen Nörgelei die wunderbare, feierliche Stimmung des Videos über den Schönbuch und seine edlen, beschützenden und pflegenden Grünen Ritter vom Forst BW, zu durchkreuzen.

Aber seht Euch doch mal die nachfolgenden Bilder an, die wir an einem „normalen“ Dienstag, den 13. Januar 2015, im Schönbuch, kurz vor Mittag, fußläufig, in einer knappen Stunde fotografieren haben und leider zur Kenntnis nehmen mußten.
Waldbodenschaeden_im_Schoenbuch
Sieht so ein pfleglicher Umgang mit dem Wald aus, wie er uns im Film des Forst BW weiter unter suggeriert wird? Klar solche Bilder hätten natürlich auch nicht in Drehbuch gepaßt! Zweifellos kann man zu Fuß und bei Radtouren den Schönbuch in all seiner Schönheit genießen, aber, liebe Freunde, woran liegt das, das liegt doch wohl in erster Linie an der Großartigkeit der Natur! Die in ihrer Großzügigkeit immer wieder verzeiht und viele Sünden des Menschen an ihr zu heilen versucht wenn Sie sich auch vieler Orts immer schwerer damit tut, vor allem in Zeiten des Klimawandels!

Was in dem Film dargestellt wird, ist ein Etikettenschwindel. Hier benutzt der Forst BW Leistungen Anderer, in diesem Fall der Natur, um sie sich selbst auf seine Fahne zu schreiben. Hier wäre etwas mehr Bescheidenheit und Ehrlichkeit angebracht!

Dieses wunderbare Naturschauspiel, daß uns der Schönbuch entlang des gesamten Jahreslaufes bietet, ist aber nur die eine Seite, die man aber nicht mit der anderen Seite verrechnen kann und darf und das sind die Wunden, die die Menschen dem Wald und seinem Boden immer wieder zufügen.

Und solange das so ist, werden wir unsere Finger auch in die Wunden legen müssen, ohne die Schönheit der Natur darüber zu vergessen …

Nach dieser kleinen Vorrede, sehen Sie nun die Nachlese des Forst BW zum Schönbuch als Wald des Jahres 2014. . .

2015 ist das Jahr des Bodens

Liebe Freunde der Initiative Waldkritik,

anläßlich des Jahres des Bodens haben wir uns entschlossen, in loser Folge immer wieder besonders ‚gelungene Beispiele‘ der Bodenzerstörung hier zu veröffentlichen.Waldboden_Schönbuch_14I15_001

Wenn man besonders zynisch sein wollte, was wir natürlich nicht sind, könnte man bei dem obigen Bild auch auf die Idee kommen, daß hier fleißige Hände samt ihrer Maschinen am Werk waren, um möglichst viele neue Feuchtbiotope für die berühmte Gelbbauchunke und ihre Kollegen einzurichten.

Die Fahrspuren halten das Wasser wunderbar, wie man auf dem Bild unschwer erkennen kann, denn der Waldboden wird nach unten hin perfekt verdichtet, sodaß in den nächsten 10 bis 20 Jahren sicher nichts passieren wird, in dem Sinne, daß der Boden wieder seine ursprünglich Lebenskraft zurückgewinnt.

Bei Forstwirtschaft und Waldernte haben wir ein fantastisches Beispiel, wie bei uns ökonomisch ertragreiches Wirtschaften funktioniert, die einen machen die Profite und die anderen zahlen die Zeche, wir holen uns aus dem Wald, was wir für unsere Wirtschaft brauchen und wir geben dem Wald seine eigene Zerstörung zurück. Denn müßten wir nach dem Grundsatz vorgehen, daß niemand sehen kann, daß wir im Wald geerntet haben, müßten wir also die Schäden, die wir anrichten, wieder perfekt reparieren, dann würde das Holz endlich den Preis bekommen, den es wirklich hat und nicht den, der der sogenannte freie Markt generiert.

Wir müssen uns doch alle selbst immer wieder fragen, sollen wir wirklich unsere Lebensgrundlagen zerstören, zu denen nunmal ein intakter Wald auf einem intakten Waldboden gehört, nur um z.B. an billiges Brennholz für unsere neumodischen Palettöfen zu gelangen.

Man muß zugeben, daß ist polemisch argumentiert, aber ist es nicht auch polemisch und lebensverachtend, wenn wir durch unseren Maschineneinsatz in Wahrheit Waldböden zerstören und dann noch gleichzeitig die Feuchtbiotope, sozusagen als moderne Industrieruinen, dann wieder als schützenswert erachten, um ein paar Jahre später 10 Meter weiter wieder neue Bodenzerstörung betreiben …

Fortsetzung folgt!

Die Gelbbauchunke im Schönbuch

Die Gelbbauchunke, erfährt durch die Forstverwaltung besondere Aufmerksamkeit und dieser folgend besonderen Schutz. Dies haben deren Vertreter bei der Informationsveranstaltung im Februar im Schöbuch bekundet.
Durch die trockenen Monate bedingt, haben die Amphipien später gelaicht.
In den Rückegassen finden sich Kaulquappen und Jungkröten. Die Forstverwaltung Tübingen hat mit der Holzernte begonnen. In diesem Zusammenhang  hat sich die Initiative mit folgender Mail an die Forstverwaltungen der Anrainerkreise Böblingen, Esslingen, Reutlingen und Tübingen mit folgendem offenen Brief gewandt:

Sehr geehrter Graf Bülow, sehr geehrter Herr Gamerdinger, lieber Reinhold,
sehr geehrter Herr Watzek,

durch starke Regenfälle bedingt haben sich viele Rückegassen mit Wasser gefüllt. Bei meinen Spaziergängen im Schönbuch habe ich an den unterschiedlichsten Standorten regelmäßige Vorkommen der Gelbbauchunke festgestellt. Es finden sich sowohl Kaulquappen als auch Jungtiere in den Kleinstgewässern. Nähert sich man den Nassstellen geraten die  Kaulquappen, durch die, durch die Schritte ausgelösten Erschütterungen in helle Aufregung. Bei weiterer Annäherung versuchen die Tierchen panikartig Schutz zu finden. Neben den Kaulquappen regen sich Jungkröten. Die Schwimmbewegungen der Amphibien geraten ruckartig. Sie wollen abtauchen, doch der gepresste Lehm lässt ein Ausweichen nicht zu. Ich ergreife einen untergetauchten Schwimmer und  umschließe ihn mit meiner Hand. Sein Körper bebt. Ich wende ihn vorsichtig…die gelb-orange Grundfärbung des Bauches mit seinen dunklen Sprengeln fällt mir ins Auge. Das kleine Lebewesen ist in höchster Aufregung. An die Wasseroberfläche zurückgesetzt, taucht es aus offener Handfläche in das Wasser ein…

Im Kirnbachtal hat die diesjährige  Holzernte mit der Befahrung von Feuchtzonen begonnen. Nach Paragraph 44 BNatSchG, ist die Gelbbauchunke eine streng geschützte Art, der Schönbuch ist FFH-und Vogelschutzgebiet. Die Lebensraumbedingungen seiner Bewohner dürfen nicht verschlechtert werden.  Die Kaulquappen dürfen nicht verletzt oder getötet werden, ein Fangen und umsetzen ist ohne Genehmigung nicht erlaubt. Die Gassen sind nicht zu durchfahren oder zu zuschütten. Die Forstverwaltung hat die Pflicht vor einer Befahrung den Sachverhalt einzeln festzustellen und die Arbeit gegebenenfalls auszusetzen. Deshalb bitte ich Sie darum, den Sachverhalt für jeden geplanten Holzernteabschnitt im Schönbuch durch einen Sachverständigen unmittelbar und sofort überprüfen zu lassen und die Arbeitsmaßnahmen, liegen Befunde für die Anwesenheit der Kröten vor, auszusetzen.

Bei der Informationsveranstaltung im Schönbuch hat sich die Forstverwaltung  nachdrücklich zum Schutz der Unke bekannt. Zuvor schon hat man in jeder Dienststelle und zu jeder Gelegenheit das Bekenntnis ausgewiesen. Dieses Versprechen können Sie nun einlösen.
Ich möchte zu bedenken geben, dass in den Erhaltungszielen des FFH -Schutzgebiet Schönbuchs, der Schutz der Gelbbauchunke gefordert ist. Der Managementplan, der eine Abstimmung der Holznutzung auf die Lebensräume der Gelbbauchunke ermöglichen würde liegt nach 21 Jahren(!) noch immer nicht vor.(?)

Die Kröte ist eine für jedermann sichtbare Spezies. Der Schönbuch ist ein wunderbarer Organismus und die Kröte ist ein Teil desselben. Diesen Organismus in seiner Lebenskraft zu unterstützen ist aus meiner Sicht die eigentliche Aufgabe des Forstes. Es wird ein Waldbaukonzept notwendig, welches den Wald des Jahres 2014 in einen Zustand versetzt, geschützt, gestärkt, umhegt, die Ressourcen beispielhaft bewahrend und eine hierauf abgestimmte Nutzung modellhaft betreibend, zu entwickeln sein. Ich denke , dass dies sicherlich auch in ihrem Sinne ist.

Ich bitte Sie um Antwort.
Mit freundlichen Grüßen

Harald Kunz

Schadbilder aus dem Herrenberger Stadtwald

20140813_142645_resized20140813_152610_resizedForst BW bekundet als eines der wichtigsten Ziele der Waldbewirtschaftung den Bodenschutz bei der Holzernte und beim Holztransport. Wie konnte es dann überhaupt zu den Schäden im Herrenberger Stadtwald kommen und was hat / wird das Kreisforstamt Böblingen zu deren fachgerechten Sanierung bisher beigetragen?

Der Forstwissenschaftler Nikolaus Nemestothy hat Fahrspurschäden klassifiziert und geordnet. Starke Störungen des Bodengefüges liegen bereits nach Befahrung mit seitlichen Aufwölbungen und einer Spurtiefe von mehr als 10 cm vor.

spurtiefenDie Spurtiefe auf den Bildern, (siehe auch http://schuetzt-den-schoenbuch.de/wordpress/bilder-aus-ruckegassen-der-holzernte-2013/ ) übertrifft diese Grenzmarke für starke Befahrungsschäden um ein vielfaches.

Die durch den Maschineneinsatz bei der Holzernte im Schönbuch (Waldgebiet des Jahres 2014) und in anderen Regionen des Landes verursachten, gravierenden Bodenschäden sind nicht akzeptabel. Im Gegensatz zum Grundgedanken der positiven Nachhaltigkeit bei der Holzernte werden die empfindlichen Böden sowohl biologisch als auch physikalisch langfristig zerstört!  Mit der Feinerschließung des Schönbuchs, die nur mehr oder weniger geplant verläuft, soll ein dauerhaft befahrbares Rückegassensystem geschaffen werden. In Wirklichkeit wird aber bereits bei der ersten oder zweiten Befahrung in Kauf genommen, dass Gassen bis in die Tiefe aufgerissen werden, sodass die Bodenwanne der Erntemaschine aufsitzt und der Boden auf der Fahrgasse bis zur Unkenntlichkeit zerstört wird.
Das Rückegassenkonzept von ForstBW berücksichtigt bisher einzig die Infrastruktur der Funktionsprinzipien und Konstruktionsmerkmale der Maschinen ohne die mechanische Belastbarkeit des Bodens, die Bodeneigenschaften und die Witterung zu berücksichtigen.
Dabei gehen gewaltige Waldanteile, Forstleute gehen von bis zu 30 und mehr Prozent aus, durch die Befahrungen in den einzelnen Abteilungen, verloren.
Die langfristigen Folgen für das Ökosystem Wald wirken bedrohlich auch wenn sie noch nicht voll absehbar sind oder auch gerade deshalb! Die Verantwortlichen, der Forst BW, gibt sich in der Öffentlichkeit den Anschein, als würden Witterung, Bodeneigenschaften, technischen Verfahrensweisen angemessen berücksichtigt. Tatsache ist aber, dass die Waldböden rücksichtslos zerstört werden.
Die Forstverwaltung hat die Aufgabe, Wald und Waldböden pfleglich zu bewirtschaften (§14 Landeswaldgesetz).

Deshalb kann man nur immer wieder die Forderung stellen: KEINE RÜCKESCHÄDEN IM SCHÖNBUCH, KEINE RÜCKESCHÄDEN IM HERRENBERGER STADTWALD …
EIN INTAKTER WALD IST UNSER ALLER LEBENSGRUNDLAGE, DAS GILT AUCH FÜR DEN SCHÖNBUCH!

Schadenskarte Schönbuch

Liebe Freunde des Waldes, hier veröffentlichen wir unsere erste Schadenskarte vom „Wald des Jahres 2014“, dem Schönbuch, sollten wir Schäden übersehen haben oder Sie habt noch andere Schadenskarten von anderen Wäldern, dann können Sie diese uns gerne schicken oder mitteilen, wir haben den Vorsatz, alle Schadenskarten zu Wäldern in Deutschland hier als Diskussionsgrundlage zu veröffentlichen.

Schönbuch 5 001_bearbeitet

Noch einige Bemerkungen zu dieser ersten Schadenskarte: Die Initiativgruppe „Schützt den Schönbuch“, hatte vor Jahresfrist Forst BW vorgeschlagen, eine Bestandsaufnahme der Fahrschäden im Schönbuch vorzunehmen. Die Forstverwaltung hat auf diesen Vorschlag nie geantwortet. Nach Erkundigung bei dem für den Kommunalwald zuständigen Mitarbeiter bei der Gemeinde Ammerbuch gibt es keine Feinerschließungskarte für den Waldbesitz der Gemeinde. Vermutlich gibt es diese auch nicht für die anderen Schönbuch-Anrainergemeinden.
Der für den Staatswald auf der Gemarkung Ammerbuch zuständige Revierförster hat die Anfrage nach Aushändigung einer Kopie der Feinerschließungspläne an das Kreisforstamt Tübingen verwiesen.  Der Vertreter des Kreisforstamtes, Herr Köberele, hat eine Weitergabe der Feinerschließungskarte abgelehnt. Diese sei  nur  für die Mitarbeiter von Forst BW gedacht und nur diesen zugänglich, sie sei unvollständig und läge in unterschiedlichen Maßstäben vor.
Das lässt den Rückschluss zu, dass die Anlage der Rückegassen bisher ohne vorhergehende Planung erfolgt ist.  Die dem Forst für jeden Ausschnitt des Schönbuchs und der Wälder in Baden-Württemberg vorliegende Standortkartierung blieb bei der Feinerschließung genauso unberücksichtigt, wie die in den Karten angegebenen Bodenverhältnissen, ebenso unberücksichtigt blieben die Witterungsverhältnisse.
Die technischen Möglichkeiten, die auf die Bodenverhältnisse hätten abgestimmt werden können wurden nicht ausgeschöpft. In empfindlichen Abschnitten wurde die Arbeit nicht eingestellt.

Die Waldareale im Schönbuch wurden ungeplant befahren!

Wir haben damit begonnen Fahrschäden auf einer Karte zu dokumentieren.

Der Kartenausschnitt des südlichen mittleren Schönbuchs zeigt massive Spurschäden,  befüllte und planierte Rückegassen, sowie  Maschinenwege.

Die roten Punkte stehen für Rückegassen mit sichtbaren, schweren Schäden. Die markierten Schadorte geben sowohl alte als auch neue Schäden an

Die schwarzen Punkte stehen für aufgefüllte Teilstücke der Gassen oder  weit geführte Maschinenwege.

Rote und schwarze Punkte geben lediglich die Schadorte wieder, eine Gewichtung der Schäden nach Häufigkeit und Grad haben wir nicht vorgenommen.
Das ist aus unserer Sicht Aufgabe der Forstverwaltung!