Herr Kretschmann und der Pferdeeinsatz im Wald

Liebe Freunde des Waldes, wie heißt es immer so schön: „An Ihren Taten sollt Ihr sie messen“, hier deshalb die Pressemitteilung der Interessengemeinschaft Zugpferde e.V., IGZ, zum Pferdeeinsatz im Wald vom 18. Februar 2011, also bevor die grün-rote Landesregierung ihre Arbeit aufgenommen hat, beurteilt selbst, inwieweit Absichtserklärungen Taten gefolgt sind, wir bleiben dran:

Grüne in Baden-Württemberg für Pferdeeinsatz im Wald !

Auf die Frage, warum der Einsatz von Rückepferden im Wald in Baden-Württemberg nicht gefördert werde, antwortete Winfried Kretschmann, Spitzenkandidat von Bündnis 90/Die Grünen bei der kommenden Landtagswahl:

„Weil die schwarz-gelbe Landesregierung dies nicht will. Im Gegenteil, die vom damaligen Minister Peter Hauk in Auftrag gegebenen Gutachten zur Forstreform haben gezeigt, dass die CDU auf eine noch stärkere Mechanisierung und mehr Einsatz von Großmaschinen im Wald setzt.“

Weiter sagte Kretschmann, „Sollten die Grünen in Baden-Württemberg an die Regierung kommen, werden wir … sehr wohlwollend prüfen, ob und wie wir die Arbeit mit Pferden in Baden-Württemberg … befördern können.“

Daher trifft es sich gut, dass die IGZ bereits in zweiter Auflage eine Adressenliste mit über 100 Forstwirtschaftsbetrieben vorweisen kann, die den Einsatz von Pferden in der Forstwirtschaft anbieten. Im gerade beschlossenen Rahmenplan 2011 der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) ist die Förderung des Pferdeeinsatzes im Wald weiter enthalten. Dieser muss durch entsprechende Regelungen in den Bundesländern umgesetzt werden. Kretschmann verwies darauf, dass dies in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Saarland und Thüringen bereits geschehen und die Förderung des Pferdeeinsatzes dort Praxis sei.

 Der Pferdeeinsatz im Wald ist dem Maschineneinsatz nicht nur in ökologischer Hinsicht deutlich überlegen, sondern in vielen Bereichen auch wirtschaftlicher. Das haben zahlreiche Untersuchungen der vergangenen Jahre bewiesen. Würde zudem das Verursacherprinzip auch in der Forstwirtschaft konsequent angewandt und die massiven Umweltschäden durch die heute üblichen Forstmaschinen den Verursachern in Rechnung gestellt, wäre der Einsatz von Harvester und Forwarder unbezahlbar.
„Wir müssen uns entscheiden: Wollen wir langfristig stabile Wälder und eine Bewirtschaftung, die die Bezeichnung „nachhaltig“ wirklich verdient, so führt im Wald kein Weg am Arbeitspferd vorbei“, so Peter Herold, Leiter der Bundesgeschäftsstelle der IGZ. „Nur die intelligente Verzahnung von Pferden im Bestand, einem Mindestabstand der Rückegassen von 40 m und moderner, angepasster Maschinentechnik auf den Gassen ist in der Lage, die langfristige und nachhaltige Nutzungsfähigkeit unserer Wälder zu garantieren“, so Herold weiter.

 Bleibt zu hoffen, dass der Pferdeeinsatz im Wald nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg nach Kräften gefördert wird. Die IGZ hat Herrn Kretschmann jedenfalls klar signalisiert, dass sie bereitsteht, ihren Sachverstand einzubringen und gemeinsam mit der zukünftigen Landesregierung ein wegweisendes Förderprogramm für den Pferdeeinsatz im Wald zu entwickeln.

 Interessengemeinschaft Zugpferde e.V.
– Bundesgeschäftsstelle –

 Internet: http://www.ig-zugpferde.de

SCHWEIGEN IST FEIGE!

Liebe Freunde des Waldes, um einmal exemplarisch zu zeigen, weshalb es immer sinnvoll ist, Zivilcourage zu beweisen und sich nicht alles gefallen zu lassen, wollen wir hier den Fall von Richard Bauschert ausführlich dokumentieren, auch um im Detail zu zeigen, wie sowohl von privaten wie öffentlichen Personen vorgegangen wird, wenn jemand eine durch und durch berechtigte Beschwerde vorbringt, die die Zukunft und Nachhaltigkeit des Ökosystems „Wald“ betrifft und die man nicht akzeptieren will. Dabei kann man sich über mancherlei Reaktionen nur wundern, wenn man bedenkt, daß ein intakter Wald eine wesentliche Grundlage unseres Lebens ist:

Rückegasse am FriedhofZunächst wurde am 7. Mai 2012 beim Bürgermeisteramt Neuweiler eine Beschwerde eingereicht, die hier im folgenden wiedergegeben wird:

2012-05-07 Zustandsbericht an dasRathaus Neuweiler_Seite_12012-05-07 Zustandsbericht an dasRathaus Neuweiler_Seite_22012-05-07 Zustandsbericht an dasRathaus Neuweiler_Seite_3Danach wurde am 22. Juli 2012 dann eine Situationsbeschreibung zum Thema „Rückegassen im Gemeindewald Neuweiler“ angefertigt:

In Zwerenberg hat die Firma Veyhl geplant, ihren Betrieb zu vergrößern (2010/2011).

Dabei wurde ermittelt, dass eine große Menge Erdaushub anfällt, 10.000 m3. Die Gemeinde hat beschlossen, ein Gebiet dafür bereitzustellen, diesen Erdaushub zu entsorgen, dazu wurden in einem ca. 1-2 km2 großen Gebiet, das auch als Naherholungsgebiet vieler Zwerenberger und der hier weilenden Kurgäste und Urlauber dient – Rückegassen ausgewiesen und die erforderlichen Bäume gefällt und abtransportiert.

Im Herbst 2011 wurde dann von einer Baufirma, an die die Firma Veyhl den Auftrag vergab, mit diesen Arbeiten begonnen. Dabei wurden einige Rückegassen aufgefüllt auf eine Höhe von ca. 60-80 cm. Einige Bürger waren bereits zu diesem Zeitpunkt erstaunt über diese sonderbare Rückegassen-Gestaltung, haben sich aber nicht öffentlich geäußert.

Im Frühjahr 2012 wurden diese Arbeiten weitergeführt, in noch extremerer Weise. Die Gassen wurden 80-110 cm hoch aufgefüllt. Dies gab mir Anlass, mich beim Landratsamt in Calw zu beschweren und zu bitten, sich um die Richtigkeit dieser Sache zu kümmern. Das Landratsamt hat mir aber lediglich den Förster der Gemeinde Neuweiler geschickt. Diesem habe ich aber einen massiven Abrieb erteilt und gesagt, dass er wohl Mitverursacher dieses Missstandes ist, von dem ich wahrscheinlich keine Unterstützung erhalten würde. Ich habe ihm signalisiert, dass ich gezwungen sei, mich an eine höhere Stelle zu wenden. Über die Telefon-Auskunft kam ich dann an die Landesregierung in Stuttgart, welche mich an das Amt für Waldarbeit verwies, Herrn Diez.

Herrn Diez habe ich am 18. April telefonisch erreicht und ihm die Situation geschildert. Er wolle sich in den nächsten Tagen die Sache anschauen.
Zufällig sah ich, dass am 19. April bereits ein Fahrzeug der Landesforstverwaltung durch den Ort fuhr. Einige Tage später (Montag) rief ich Herrn Diez wieder an, da bestätigte er mir, dass er am 19. April bereits die Sache begutachtet habe.

Seine Antwort lautete:

1. Das Material ist geeignet für Rückegassenbefestigung.
2. Der Abstand von 40 m zwischen den Rückegassen ist auch großenteils in Ordnung.
3. Aber die Höhe der Rückegassen ist völlig unakzeptabel. Er hat angeordnet, dass kein weiteres Material mehr angefahren werden darf und dass die bereits aufgefüllten Rückegassen auf das zulässige Höhenmaß erniedrigt werden.

Dies geschah auch umgehend, jedoch keineswegs zufriedenstellend. Die Gassen wurden auf großenteils 60-80 cm zurückgebaut, indem ein Großteil des Materials einfach wie vom Schneepflug seitlich weggeschoben wurde und die Gassen somit um 1/3 breiter wurden. Dies veranlasste mich einen Brief an den Bürgermeister und die Gemeinderäte zu schreiben indem ich dazu aufforderte, die Rückegassen auf das zulässige Maß zu bringen und erst dann die total zerstörten Fuhr- und Wanderwege wieder zu richten. Der Bauausschuss hat dann Mitte Mai
erstmalig 1 Stunde vor der Gemeinderatssitzung, nachdem die Waldwege wieder gerichtet waren, die Sache begutachtet. Mit dabei waren auch Forstamtmann Dr. Hanisch vom Landratsamt Calw und Revierförster Rückert.

Dr. Hanisch hat in der Sitzung eine 15 Minuten lange Rede gehalten über die Notwendigkeit von Rückegassen (siehe auch Artikel im bürgerlichen Mitteilungsblatt).
Ich habe anschließend Herrn Dr. Hanisch gesagt, dass die Sache keineswegs in Ordnung ist und ich sehr enttäuscht und entrüstet bin über diese Sache.
In Zwerenberg ist wohl nicht mehr viel gutzumachen, aber ich denke es wäre sinnvoll, wenn eine gesetzliche Regelung diese Einrichtung von Rückegassen penibler behandelt haben will. Und auch das Zuwiderhandeln nicht einfach so unter den Tisch gewischt werden kann. Aus diesem Grund, um unseren schönen Schwarzwald zu erhalten und nicht von profitgierigen Gemeinden verschandeln zu lassen, zu verhindern.

Schließlich blieb nichts anderes übrig, als am 5. September 2012 beim Petitionausschuß des Landtags eine Petition einzureichen, die ebenfalls hier dokumentiert wird:

2012-09-05 Petition an den Landtag von Baden-Württemberg_Seite_12012-09-05 Petition an den Landtag von Baden-Württemberg_Seite_22012-09-05 Beispielbilder der Rückegassen im Verlauf der Maßnahme_Seite_12012-09-05 Beispielbilder der Rückegassen im Verlauf der Maßnahme_Seite_22012-09-05 Beispielbilder der Rückegassen im Verlauf der Maßnahme_Seite_32012-09-05 Beispielbilder der Rückegassen im Verlauf der Maßnahme_Seite_4Danach kamen von der Landesregierung folgende Antworten:

2012-09-12 - 1stesAntwortschreiben aufgrund der Petition2013-02-13 - 2tes Antwortschreiben auf die Petition2013-05-13 Antwort Petitionsausschuss auf die Petition Blatt 1

2013-05-13 Antwort Petitionsausschuss auf die Petition Blatt 2Danach wurde nochmals eine 2. Petition beim Landtag eingereicht, die ebenfalls abschlägig beschieden wurde:

2013-10-11 Begleitschreiben - Antwort auf die zweite Petition2013-10-11 Antwort Petitionsausschusses auf die zweite Petition

In eigener Sache!

Liebe Leser von „Waldkritik“, heute hat uns die Mail von Herrn Walter Trefz erreicht, über die wir uns sehr gefreut haben und sie deshalb im Folgenden hier veröffentlichen möchten:

Sehr geehrter Herr Kunz, sehr geehrter Herr Luther
herzlichen Glückwunsch und ein herzliches Danke zur neuen Webseite.
Ich nehme an es ist in ihrem Sinn, wenn sie an "Waldläufer" weitergegeben
wird. Dies kann man im Anschreiben noch vermerken.
Einen guten Start wünscht    Walter Trefz

Antwort von Götz Graf Bülow von Dennewitz

Liebe Freunde des Waldes, die nachfolgende Antwort von Götz Graf Bülow von Dennewitz vom 14.Juli 2014 auf seinen ausführlichen Brief vom 3.Juli 2014 (den Ihr auch in den Beiträgen finden könnt) hat mir Harald Kunz zugeschickt. Ich möchte diese Antwort gerne hier veröffentlichen, weil sie einmal mehr zeigt, in welcher Art man mit ernsthaften Sorgen der Bürger umgeht. Obwohl Graf Bülow mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sehr genau weiß, was schweres Erntegerät mit dem Waldboden anstellt und wie der Boden durch die Verdichtung nachhaltig geschädigt wird, werden hier zwei Bilder als Antwort geschickt, die suggerieren sollen: „Freunde macht Euch doch keine Sorgen, nach einem halben Jahr ist alles wieder prima in Ordnung“.

Diese Antwort erinnert mich an das Niveau, wie seit Jahrzehnten mit der Gefahr, die von Atomkraftwerken ausgeht und den Sorgen von Bürgern umgegangen wird, nach dem Motto: „Freunde macht Euch doch keine Sorgen, wir kochen das Atom einfach ab“.

Die Zeiten der obrigkeitsstaatlichen Bastapolitik sollte eigentlich zuende sein und man sollte den Sorgen der Bürger nicht mit offensichtlicher „Veralberung“ begegnen.

Hier nun die beiden Antwortbilder samt Antwortschreiben von Graf Bülow, damit Ihr selbst beurteilen könnt, was ich meine:

Neue Brücke 3 Nov. 2013Neue Brücke 2 Juli 2014Sehr geehrter Herr Kunz,

anbei einige Bilder von den zerstörten Talwiesen an der neuen Brücke.

Viele Grüße
Graf Bülow

Antwort an Graf Bülow

Sehr geehrter Graf Bülow,
danke für Ihre Mail mit Ihrer Antwort auf mein Schreiben vom 10. Juni 2014. Ich will Ihnen  wie folgend antworten:

Der Anlass unserer Korrespondenz sind die Einsätze der Forstmaschinen im Schönbuch. Die aus diesen Einsätzen entstandenen schweren Bodenschäden mit der einhergehenden Ein-schnürung und Zerstörung der Lebenskreisläufe, die Sorge um die Folgen für das Leben im Boden und für den Wald, sind aus meiner Sicht die Ursache eines sich zunehmend verstärkenden Konfliktes.
Es regt sich nachdrücklich Widerstand. Das ist die Folge davon, dass die Verantwortlichen in der Führungsebene der Forstverwaltung die Bedenken der Menschen bisher nicht ernst genommen hat, als genüge es den Begriff der Nachhaltigkeit, als Legitimationsformel gebetsmühlenartig verwendet, mit der Forstreform und der Einführung einer ausschließlich maschinenorientierten Waldbewirtschaftung zu verknüpfen. Wortsinn und Geschehen im Wald wurden voneinander abgekoppelt, gesellschaftlicher Auftrag und Legitimation driften deshalb auseinander. Das neu konstruierte Bewirtschaftungskonzept wird von den Bürgern abgelehnt, weil diese in die Entscheidungen der Forstverwaltung nie eingebunden waren.  Deshalb hat ForstBW an Glaubwürdigkeit verloren und wird, ändert sie ihre Einstellung nicht, diese noch weiter verlieren. Das ist sicher! Die Bürger mahnen einen umfassenden Bodenschutz und eine schonende Holznutzung an. Das wird inzwischen auch von Mitarbeitern des Forstes gefordert. Herr Koch spricht in seinem Leserbrief aus was viele Ihrer Kollegen und Kolleginnen denken, aber nicht sagen können weil sie Sanktionen fürchten müssen. Die Angst gegen den vorherrschenden Korpsgeist zu verstoßen tut sein übriges dazu.

Der Einsatz der Maschinen verwüstet den Wald.

Ich habe den Leserbrief von Herrn Koch, er wurde im Holz Zentralblatt veröffentlicht, in den Anhang gestellt.
Dass die Schäden nicht auf den Schönbuch beschränkt, sondern im ganzen Land zu finden sind, will ich an dieser Stelle besonders betonen.

Ihre Antwort auf mein Schreiben ist an vielen Stellen sehr allgemein gehalten und deckt sich nicht mit den Erfahrungen die wir in den letzten Jahren gemacht haben. Sie schreiben mir, nur noch auf neue Sachverhalte antworten zu wollen. Mit diesen Worten machen Sie das Dilemma deutlich in dem Sie selber stehen, sie wollen die Kommunikationsform allein bestimmen und können sich, wenn dieses tun der Kritik doch nicht entziehen! Dasselbe gilt auch für die Vertreter der Führungsebene von Forst BW.

Ich stelle die Frage was diese denn bisher wirklich dafür getan hat um die Bodenschäden, die eine Folge Ihrer Entscheidungen sind abzuwenden? Ich will Sie weiter fragen, was Sie, Graf Bülow, im Schönbuch zu deren Minderung im kommenden Winter unternehmen wollen?

Nochmals zum Pferdeeinsatz im Kunsterdinger Wald: Die Vertreter des Kreisforstamtes la-den zum Foto in einen Raumsektor, in dem Herr Notheiss als Pferderücker tätig ist. Ein paar Meter weiter im gleichen Waldausschnitt sind Rückeschäden mit einer Gleistiefe bis zu 80 cm(!) zu finden. Es sind Schäden in jenem erschreckenden Ausmaß wie sie im Pfäffinger Gemeindewald vorgefunden wurden und den SWR auf den Plan riefen darüber zu berichten.  Herr Strittmatter, Leiter der Forstdirektion, hat vor laufender Kamera beim Anblick der Schäden nachdrücklich beteuert, dass man ein solches Bild nicht haben wolle. Lässt sich Betroffenheit noch steigern? Mit der Reportage im Schwäbischen Tagblatt wird die Arbeit von Herr Notheiss von der Forstverwaltung dazu ausgenutzt, in der Öffentlichkeit den Eindruck zu erzeugen, Holznutzung  würde bodenschonend vorgenommen. Sie wissen, dass das falsch ist! Mir fällt hierzu das Wort Propaganda ein. Der Boden im Kusterdinger Wald ist im Bereich der Rückegassen auf das Schwerste geschädigt! Warum nutzen Sie Ihr Denken als Fachmann dazu die Tatsache der Schäden kleinzureden, obwohl Sie nicht wissen welche Auswirkungen diese haben werden?

Sie stellen den Forst als Instanz langfristigen Denkens und Handelns dar. Ich kann dem nicht folgen, ist doch das unglückliche Ergebnis der Sturmfolgen, der Schönbuch war besonders betroffen, eine Folge der Monokulturen, die, die Forstleute in der Vergangenheit entworfen und realisiert haben verheerend gewesen.
Langfristigkeit im Denken und Handeln? Im Schönbuch wurde über Jahrhunderte hinweg Holznutzung betrieben ohne dabei ein Ausmaß an Bodenschäden zu erzeugen, wie diese unter Federführung von Forst BW in den letzten 10 Jahren entstanden sind.

Sie räumen eine Einschränkung der Bodenfruchtbarkeit im Bereich der Rückegassen ein.  Dabei schreibt das Waldgesetz Baden-Württembergs die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit  für die  gesamten Waldböden doch zwingend vor. Ihre Angabe des Flächenverlustes durch Rückegassen ist zu niedrig! Wie gelangen Sie zur Ihrer Angabe von 10-15 Prozent Flächenverlust? Herr Strittmatter hat in einem Interview mit Herrn Bengel vom GEA gar nur 1200 ha genannt. Der Naturpark umfasst 15600 ha. Ich habe den Eindruck, dass die Forstdirektion die Zahlen selbst nicht kennt! Warum gibt es bisher keine Bestandsaufnahme der Gassen und eine differenzierte Beurteilung der geschädigten Böden? Wie können Sie überhaupt wirtschaften ohne die Schäden einzubeziehen? Kennt ForstBW die Zahlen für die Wälder Baden-Württembergs?

Warum und wozu erwähnen Sie die Landwirtschaft mit den weltweit wachsenden Boden-verlusten, wenn im Schönbuch mindestens 2000 ha, in Deutschland mindestens zwölf- tausend qkm durch Rückegassen verloren gehen?

Ich kenne keinen einzigen Bauern in der Umgebung der auf den Gedanken käme, bei widri-gen Witterungsverhältnissen seine Wirtschaftsflächen so zu befahren, wie das im Schönbuch und im Land durch die Forstverwaltung angeordnet und durchgeführt wird! Für einen Land-wirt bedeutet dies, legt man Ihre Annahme eines Verlustes von 10-15 Prozent der Wirtschaftsflächen zu Grunde, vermutlich seinen Ruin. Apropos Verlust, dieses Wort wird im Zusammenhang mit der Rückegassenkonzeption von ForstBW tunlichst vermieden. Würden Sie Graf Bülow oder sonst jemand aus der Forstverwaltung einen solchen Prozentsatz seines persönlichen Besitzes einer Maßnahme opfern von der man weiß, dass diese irreversible Schäden erzeugt und man mit dieser Gefahr läuft ruiniert zu werden?
Warum also gibt die Forstverwaltung Maschineneinsätze bei den allerschlechtesten Wetter-bedingungen frei? Warum lässt  Sie schwierige Standorte befahren, wenn Ihnen deren Eigen-schaften über die Standortkartierung bekannt ist.

Schäden, so sagen Sie, lassen sich im Sinne der Bodenfruchtbarkeit sanieren.  Was meinen Sie damit?

Rückegasse als Refugium? Die Waldböden in den Rückegassen werden zu Industrieruinen degradiert, das sind in Deutschland Waldflächen in der Größenordnung von mindestens 12000 qkm. Die langfristigen Auswirkungen der Schäden kann heute niemand absehen. Ein weiterer Einsatz der Maschinen wie bisher, ist deshalb verantwortungslos!

Die Vertreter des Forstes betonen an jeder Stelle und zu jeder Gelegenheit den Schutz der Lurche. Die Besiedelung der Rückegassen durch Lurche ändert deren Funktion. Die entstandenen Biotope dürfen nach Rechtslage nicht mehr befahren werden! Die Ausbildung der Biotope rechtfertigt aber nicht, dass damit fortgesetzt weitere Böden geschädigt werden dürfen. Um in den Bestand einfahren zu können müssten neue Rückegassen angelegt wer-den damit die Biotope nicht zerstört werden. Neuerlicher Flächenverbrauch. Vermutlich ha-ben Sie deshalb damit begonnen die Zufahrt der Gassen mit ortsfremdem Material zu befüllen. Sie wissen dass dies untersagt ist! Sie schreiben, niemand will den Wert eines Wesens über den Wert eines anderen stellen. In keiner Ihrer Antworten habe ich bislang Ihre Sorge um die Lebewesen feststellen können, die, die Bodenfruchtbarkeit bereiten, erhalten und verbessern.

Dagegen sind Sie, ist Forst BW sehr bemüht die Rückegassen als einen Segen für den Wald darzustellen.

Ich habe den Eindruck gewonnen, dass Sie sich die Forstleitung auf den Schutz  eines lebenden Bodens nicht einlassen will oder kann? Stimmt das, wäre dies wirklich ein Anlass zur Sorge! Hat die Forstverwaltung den Wert eines lebendigen Boden zu erfassen versucht, der die Grundlage für die Waldwirtschaft ist? Hat sie den Wachstumsverlust auf den Flächen errechnet, eine wirtschaftliche Gewichtung der Schäden vorgenommen? Hat sie einen Ausblick auf die Folgeschäden gerichtet? Sollen die Bürger, die Sie bei Ihren Entscheidungen bisher nicht teilhaben lassen wollen die Kosten tragen? Fließt die Gewichtung der Schäden überhaupt in die Überprüfung  Ihrer Wirtschaftsweise samt den Zielen ein die Sie sich im Schönbuch gesteckt haben Graf Bülow? Diese Fragen möchte ich auch der Führung von Forst BW stellen, die ja die Entscheidungen für den Öffentlichen Wald im ganzen Land trifft. Die Bürger haben hier das Recht ausführlich informiert zu werden!
Bedenken Sie mögliche Sanierungskosten bei den Ausschreibungen für die Holzernte? Die Forstunternehmer bekla-gen die vorgegebenen Regiestundensätze der Forstverwaltung als zu niedrig angesetzt an. Dies trägt zur Schädigung der Böden deswegen bei, weil die Unternehmer um die notwendigen Einnahmen zu erwirtschaften, diese über die Grenzen hinaus belasten.

Schnell muss es gehen: bei jedem Wetter, auf jedem Standort, mit jeder Technik. Eine exis-tenzbedrohende Entwicklung!

Im Zuge zentral gesteuerter Einsparungsmaßnahmen wurden die  Reviere vergrößert. Damit ist der Betreuungskatalog mit den Anforderungen an die Förster angewachsen, die diese nicht leisten können. Die Aufmerksamkeit und Sensibilität schwindet zu Lasten der Bestände.
Der Druck auf den Wald wird damit weiter erhöht.

Ein Viertel des Bruttosozialprodukts des Landes wird im Großraum Stuttgart erwirtschaftet. Ist Ihnen, ist das den Gemeinden, den Kreisen und dem Land nicht genug? Warum also noch Geld aus dem Schönbuch pressen, die Bestände und die Böden langfristig schädigen?  Das destruktive Erscheinungsbild  der Holznutzung im Schönbuch, die Frustration die diese erzeugt wirkt auf das Lebensgefühl der Menschen und erzeugt Abwehr. Das ist eine Erkenntnis aus der Psychologie. Durch die Abwehrmechanismen werden Kräfte gebunden die besser dem Leben im Alltag zu widmen wären. Halten Sie das nicht auch für wünschenswerter? Die Hybris der mechanisierten Einsätze, wird den Wald und schließlich den Menschen zerstören.

Die Bedeutung des Waldes wird  bei Anlässen gerne in pastosen Tönen ausgemalt. Warum wird dann nicht geschützt, was für das Leben von großem Wert ist?

Warum lässt das Kreisforstamt seine Vorgehensweise im Kusterdinger Wald nicht durch den Zertifizierer prüfen mit dessen Logo in der Öffentlichkeit geworben wird? Dass sich die Zertifizierer den Bodenschäden bisher verschließen ist kein Gradmesser dafür, dass diese ihre Haltung nicht ändern können. Was werden Sie bei einer Änderung der Kriterien sagen, wenn Sie gefragt werden, warum Sie das Wissen um die Bodenschäden bei Ihren Entscheidungen nicht berücksichtigt haben? Wollen Sie sich dann damit herausreden, dass die Zertifizierer Ihre Handlungsweise derart beeinflusst haben, dass Sie nicht handeln konnten?

Die Bodenschutzkonzeption von Herrn Grüll wird seit Januar 2014 im Forst Brandenburg erprobt. Was ist Ihnen daran zu akademisch? Warum laden Sie Herrn Grüll nicht zu einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Fachhochschule nach Rottenburg  ein? Wollen Sie seine Antwort auf Ihre Einwände nicht hören und zur Kenntnis nehmen? Dass es heute boden-schonende Verfahren der Holzernte gibt wird von Ihnen nicht einmal erwähnt. Das ist sicher kein Zufall!

Sie schreiben, dass es nicht vorgesehen sei (eine merkwürdige Formulierung, die den Schutz der Böden betrifft) alle Rückegassen zu schottern. Bitte sagen Sie mir, wie Sie Rückegassen mit einer Tiefe von mehr als 60 cm ein weiteres Mal befahren wollen? Die Fotodokumen-tation der Schäden auf der Webseite der Initiative, schützt den Schönbuch macht deutlich, dass nahezu alle dokumentierten Gassen befüllt werden müssten. Es interessiert mich auf welchen Grundlagen und nach welchen Gesichtspunkten die  Anlage von Maschinenwegen erfolgt und in welcher Größenordnung dies in den letzten Jahren im Schönbuch geschehen ist?
Viele Menschen haben mit einer großen Erleichterung und auch mit Hoffnung den Erlass zum Schutz des alten Buchenbestandes in Baden-Württemberg aufgenommen. Zuvor je-doch, wurde der Bestand landesweit dezimiert. In vielen Beständen des Landes wird heute mehr Holz eingeschlagen als nachwachsen kann, allein des Geldes wegen- Holzrausch! Das sagen Forstleute! Sie erwähnen den Eichenfirst im Schönbuch als Beispiel gelungener Bewirt-schaftung? Dort wurden noch vor Bekanntgabe des Erlasses mehr als 1100 Buchen im Alter von 120 und mehr Jahren, mehr als drei/viertel des Altbestandes eingeschlagen. Generationenwechsel? Verkehrssicherungsmaßnahme? Naturnahe Waldwirtschaft? Verjün-gung? Eine Auswahl aus der Flut an Begriffen die ForstBW zur Selbstdarstellung verwendet, habe ich zur Collage Waldmanns Welt gefügt und in den Anhang gestellt.
Fest steht, dass die Maschineneinsätze im Eichenfirst schwere Bodenschäden bewirkt haben.
Es entbehrt jeglicher Grundlage die Zerstörung in den  Wäldern fortzuführen und schön zu reden! Die Gemeinschaft heute und die Generationen die uns folgen haben das Grundrecht auf den Schutz der Böden im Allgemeinen, den Schutz Waldbodens im Besonderen, auf eine schonende Holznutzung im Schönbuch und in den Wäldern Baden-Württembergs. Die Landesregierung ist aufgefordert die Waldnutzung neu zu entwerfen. Die Menschen fordern dies, weil sie die Grundlage des Lebens, den Schutz des Bodens, auf eine sichere Grundlage gestellt wissen wollen. Es ist an der Zeit und ist mehr als berechtigt! Der Forst kann sich, wenn er das will, ideenreich einbringen.
Ich glaube fest, dass in einem Modell Schönbuch, Menschen, Waldnutzung, der Schutz von Lebensräumen und Lebensmustern mit  Ihren Lebewesen ökologisch verbunden und Nach-haltigkeit anschaulich gemacht werden könnte. Ein aufmerksames Auditorium von 5 Millio-nen Besuchern würde dies teilen und wertschätzen.

Mit dieser Hoffnung grüße ich Sie herzlichst.
Harald Kunz

Antwortschreiben von Graf Bülow

Sehr geehrter Herr Kunz,

vielen Dank für Ihre sehr ausführliche Rückmeldung auf mein Schreiben vom 10.06.2014. Es ist mir aus Zeitgründen  nicht möglich mich mit jedem Detail Ihres Schreibens auseinander zu setzen. Auch muss ich leider feststellen, dass der doch intensive Austausch im letzten Winter bei Ihrer Argumentation keinen Niederschlag gefunden hat. Inzwischen bin ich mir sicher, dass ich Sie nicht vom Gegenteil Ihrer Auffassungen überzeugen kann. Dies soll aber  nicht heißen, dass wir die geäußerte Kritik nicht ernst nehmen und die Frage des Bodenschutzes hoffentlich verbessern können. Von daher gehe ich nur auf einige neue Aspekte Ihres Schreibens kurz ein und werde künftig nur noch dann antworten, wenn von Ihnen neue Sachverhalte vorgebracht werden, die wir bisher nicht ausgetauscht haben.

  1. Einen Pferdeeinsatz hat es natürlich auch im Kursterdinger Wald gegeben – die Bilder stammen auch einem benachbarten Waldbesitz von daher ist meine Aussage richtig. Die Tatsache, dass es auf den Bildern Bodenschäden zu sehen gibt,  stelle ich ja auch nicht in Abrede.  Zum Thema Pferdeeinsatz – und hier wiederhole ich mich nun auch –  Pferderücken ist immer mit einem Maschineneinsatz verbunden, die dann leider auch zu solchen Schäden führen können .  Dies wertet die Arbeit des Pferderückers nicht ab.
  2. Wenn es eine Instanz in Deutschland gibt die langfristig denkt und handelt – dann ist des die Forstwirtschaft ! Es ist Kernelement unserer Denkweise und ganz bestimmt nicht ein kurzfristiges Gewinnstreben, welches im Wald schon immer schief gegangen ist. Sie behaupten wiederholt, dass die Forstbetriebe stets nur den kurzfristigen Gewinn vor Augen haben. Woher kennen Sie die Betriebsziele der einzelnen Forstbetriebe? Ich kenne keinen öffentlichen Forstbetrieb, der ein solches Betriebsziel verfolgt.
  3. Natürlich entstehen die Schäden an den Rückegassen durch die Forsttechnik-  dies ist nicht anders möglich und wir von keiner Seite abgestritten. Es ist richtig , dass auf den Rückgassen die Bodenfruchtbarkeit eingeschränkt ist – hieran zweifelt keiner – und hierüber sind sich auch alle Waldbesitzer einig.  Es ist aber,  beim aktuellen Stand der Technik,  zur Zeit die wohl verträglichste Variante, die Schäden auf einen vom Eigentümer festgelegten Teil seiner Fläche zu konzentrieren, um die Bodenfruchtbarkeit von 85-90% seiner Fläche sicherzustellen. Letztlich ist es eine Eigentümerentscheidung. Die Schäden lassen sich auch im Sinne der Bodenfruchtbarkeit sanieren- denken Sie an die Landwirtschaft – hier werden die Wiesen und Äcker jährlich mehrfach und ganzflächig mit schweren Maschinen befahren – auch kann von einer Degradation kann hier nicht wirklich gesprochen werden.  Diese sehe ich im Wald nicht, sofern es nicht zu Erosion kommt.
  4. Gelbbauchunke – die Gelbbauchunke ist und soll sicherlich kein Argument sein Bodenschäden einfach hinzunehmen oder zu rechtfertigen. Auch will niemand den Wert einer Art über den Wert anderer Arten stellen.   Aber welche Lebensform meinen Sie eigentlich ? Die Gelbbauchunke benötigt  für Ihre Vermehrung ständig neue Kleingewässer. Diese findet sie dort wo der Mensch noch einen Auendynamik zulässt oder dort wo durch die Wirtschaftsweise des Menschen ständig neue Kleingewässer schafft.  Der Schönbuch ist ein sehr wichtiges Rückzugsgebiet der Unke und somit Bedeutsam für die Arterhaltung. Die Feuchtwiesen im Goldersbachtal dienen vielleicht als Lebensraum, sie sind aber kein Ort wo sie sich vermehren kann. Hierzu benötigt sie neue Kleingewässer ohne Prädatoren. Dies sind nun einmal, auch wenn es Ihnen nicht gefällt, die Fahrgleise in denen das Wasser steht. Dies ist nicht nur meine Meinung,  sondern Ergebnis wissenschaftlicher Arbeiten ! Sie können Sich auch gerne an Hochschulen oder dem privaten Naturschutz  –zu diesem Thema informieren.
  5. Zertifizierungssystem und Bodenschäden – hier gibt es klare Kenntnisse und Vorstellungen. Bei FSC sind nicht nur Waldbesitzer sondern private Naturschutzverbände und Gewerkschaften an der Erarbeitung der Richtlinien beteiligt. Unser Vorgehen entspricht diesen Zertifizierungsrichtlinien.
  6. Die Konzeption von Herrn Grüll ist rein akademisch betrachtet eine sehr gute und logisch aufgebaute Idee. Es negiert aber völlig, dass es bei uns seit 30 Jahren ein Rückgassensystem gibt, welches man nicht einfach von heute auf morgen ändern kann , da es auf Dauer angelegt ist. Sie ist daher für uns nicht praxistauglich. Unabhängig davon sind uns die biologischen und physikalischen Eigenschafen der Waldböden im öffentlich Wald sehr detailliert in jedem Bestand bekannt und sind flächendeckend in die Darstellung der Befahrungsempfindlichkeit eingeflossen. Ich denke hier sind Ihnen viele Dinge nicht bekannt.
  7. Befestigung von Rückgassen- es ist nicht vorgesehen nun alle Rückegassen zu schottern, um das Problem auf diese Art – und  Weise zu lösen. Dies halte ich weder aus ökologischen, ästhetischen noch wirtschaftlichen Gründen für vertretbar.   Es ist aber sehr wohl sinnvoll,   noch einige wenige Haupterschließungslinien zu befestigen, um sie auf Dauer technisch befahrbar zu halten .  Hier ist aber ein Ende abzusehen. Die Befestigung von Rückegassenanschlüssen,  wie sie auch praktiziert werden, stabilisieren den Ausgangsbereich der Rückgasse und die Böschung des Fahrweges, somit werden die Fahrwege, die häufig wichtige Erholungswege darstellen geschont, was allen Waldbesuchern zu Gute kommt. Diese Maßnahmen werden immer mit den jeweiligen Waldbesitzern abgesprochen.
  8. Waldnaturschutz- in keinem Waldgebiet des Landes finden sich so viele alte Buchenbestände wie im Schönbuch. Auch wenn diese derzeit noch keinen formalen Schutz genießen – so bleiben Sie auf Dauer erhalten. Den formalen Schutz werden sie spätestens mit der kommenden Forsteinrichtung erhalten, wenn alles gut läuft , schaffen wir dies auch schon früher.  Es waren übrigens Förster, die diese Bestände ganz freiwillig seit vielen Jahrzehnten vor der Nutzung bewahrt haben !  Darüber hinaus gibt es auch eine stattliche Zahl von Buchen zwischen 100 und 160 Jahren, die im FFH Gebiet als Buchenlebensraum normal bewirtschaftet werden und nun in Dauerwald überführt werden. Hier hat die Landesregierung gute Impulse gesetzt, die wir nun umsetzten.   Bitte sehen Sie sich in diesem Zusammenhang den Schlag am Eichenfirst doch mal heute an. Die Arbeiten sind nun ca. 1,5 Jahre nach  dem Hieb langsam abgeschlossen, das Holz ist abgefahren und auch sachkundige neutrale Fachleute vom privaten Naturschutz haben damit keinerlei Probleme – manchmal muss man uns auch etwas Zeit geben. Es macht keinen Sinn Holzeinschläge zu beurteilen, wenn die einzelnen Folgearbeiten noch nicht abgeschlossen sind.

Mit diesen Anmerkungen möchte ich es nun bewenden lassen und hoffe, dass wir Ihnen in der kommenden Saison etwas weniger Anlässe geben sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Mit freundlichen Grüßen
Graf Bülow

Landratsamt Tübingen – Abteilung Forst
Götz Graf Bülow

Eberhardstr. 21
72108 Rottenburg
Tel.: 07071 207 1410

Offener Brief an Graf Bülow vom 10.6.2014

Sehr geehrter Herr Graf Bülow,

hier ist meine Antwort auf Ihre Mail vom 10. Juni 2014:

Der Kusterdinger Wald wird in der Reportage des Schwäbischen Tagblattes, ein junger Muskelprotz räumt auf, mehrfach als Raumsektor genannt. Der Artikel bezieht sich also auf diesen Waldabschnitt. Herr Notheis dessen Arbeit vorgestellt wird hat dort tatsächlich gearbeitet. Lesen Sie selbst!

Im gleichen Sektor sind auch die Bilder entstanden, die ich an Herrn Strittmatter gesandt habe. Was veranlasst Sie zu sagen, dass die Bilder nicht von dort wären?

Ich wiederhole meinen Satz aus der Mail an Herrn Strittmatter, die Arbeit von Herrn Notheis´ boden-schonender Arbeitsweise erfährt Missachtung und Entwertung durch die angetroffenen Schäden.

Der Maschineneinsatz der von den Entscheidungsträgern bei Forst BW ohne ein überzeugendes Bodenschutzkonzept veranlasst wurde, wird im genannten Artikel mit dem Ziel verfolgt, die schweren Mängel zu verdecken und die Entrüstung der Menschen über die Zerstörungen zu besänftigen.

Zu Ihrer Frage nach meinem Kenntnisstand des Pferdeeinsatzes: Seine Möglichkeiten bei der Holzernte sind mir bekannt. Sie sind mir aber nicht vertraut. Ist Ihnen denn ein solcher Einsatz im Schönbuch vertraut Herr Graf Bülow?

Die Bilder die ich Herrn Strittmatter vorgelegt habe sind Dokumente der Bodenschäden die durch den Einsatz von Forstspezialmaschinen entstanden sind. Die Schäden sind in weiten Teilen des Schönbuchs anzutreffen. Sie machen deutlich, dass der Waldboden bei der Planung der Holzernte keine Rolle spielt, scheinbar beliebig und kostenlos zur Verfügung steht.

Der Forst setzt ausschließlich auf ein kurzfristiges Ziel- Gewinn aus einer industrialisierten Holzernte! Die Schäden an den Böden werden rationalisiert.

Die Zerstörung der Bodenfruchtbarkeit wird, kommt man auf diese zu sprechen, dreist mit der Rettung der Gelbbauchunke verdeckt, jedoch nur solange bis die Gassenspur mit Mineralschotter gefüllt ist oder bis die nächste Fahrt des Industrieroboters erfolgt. Die Rettungsnotiz wirkt einheitlich wie aus einem Munde vorgetragen. Sie wirkt wie abgesprochen! Die Lebewesen die für die Bodenfruchtbarkeit wichtig sind werden ignoriert.

Finden Sie es nicht bedrückend eine Lebensform ausdrücklich gegen andere Lebensformen auszu-spielen?

Der natürliche Lebensraum der Unken im Schönbuch, z. B. die Feuchtwiesen des Goldersbaches, nahe der Neuen Brücke, wurde durch die rücksichtslose Befahrung im vergangenen Winter geschädigt.

Die Bedeutung der Böden mit ihren biologischen Eigenschaften für die Lebensräume (NATURA 2000) die geschützt werden sollen wird unterschlagen. Wie können Managementpläne, unter Leitung der Forstverwaltung zur Umsetzung der europäischen Naturschutzkonzeption für das Schutzgebiet Schönbuch erstellt werden, wenn der Waldboden in einer Größenordnung von mindestens 1500 ha(!) zerstört, Altholz (siehe Eichenfirst)rigoros entnommen und Altlasten nicht einmal berücksichtigt sind? Die Fläche der Bannwälder im Schönbuch liegt bei gerade einmal 100 ha(!).

Die Federführung der Forstverwaltung bei der Gestaltung der Managementplanung sollte dringend einer unabhängigen Fachgruppe übertragen werden!

Die Zertifizierungssysteme die Nachhaltigkeitsmuster in ihre Zertifikate zu integrieren suchen, vermeiden es tunlichst sich hinsichtlich der Bodenschäden zu positionieren und gehen auf diese Weise Konflikten mit der Forstverwaltung und den politischen Instanzen aus dem Weg.

Die Schäden aber bleiben oder noch schlimmer, sie werden weiter verursacht!

Ich möchte Sie fragen, Herr Graf Bülow, warum Sie auf meine Zusendung des Bodenschutzkonzeptes von Herrn Grüll bisher nicht geantwortet haben?

Sie weisen in Ihrer Mail auf das „Bodenschutzkonzept von Forst BW“, welches als soziale Skulptur die Führungsebene Entscheidungen treffen lässt ohne die biologischen Eigenschaften der Böden vor Ort zu kennen und einzubeziehen, Einwendungen aus den eigenen Kreisen und der Bevölkerung ignoriert und das Wissen über die Bedeutung der Bodenfruchtbarkeit, die das Fundament allen Lebens darstellt, nicht zur Kenntnis nimmt.

Flankierend werden „Sanierungsrichtlinien“ geschaffen, dabei ist die Verwendung des Wortes Sanierung (lat. sanare, heilen) im Zusammenhang mit den angerichteten Schäden aus meiner Sicht nicht nur falsch, seine Verwendung ist eine Missachtung des Wortsinnes, die Industrialisierung der Waldbewirtschaftung wird vollstreckt- die geschädigten Gassen werden dauerhaft verfüllt, der Einsatz der Maschinen ist nun bei jeder Witterung möglich. Das ist beabsichtigt!

Die Verknüpfung von Technologie und falschem Einsatz wird Teil des „neuen“ forstlichen Selbstver-ständnisses. Nach den negativen Folgen der Wirtschaftsweise mit den Monokulturen wird nun die Bodenfruchtbarkeit durch industrielle Bewirtschaftung auf einer Fläche von mindestens 1500 ha im Schönbuch zerstört und gewinnt, das ist wirklich traurig, historische Dimensionen.

Die Degradation der Böden hat weltweit in einem erschreckenden Maß zugenommen. Der Boden als wichtigstes Fundament allen Lebens wird dabei dauerhaft zerstört. Diese Entwicklung schreitet immer schneller voran. In Deutschland sind 30.000 qkm Boden bereits verloren. Durch Befahrungs-schäden im Forst kommen vermutlich weitere 10.000 qkm hinzu. Die Gesamtfläche wächst auf 40.000 qkm an. Die Landesfläche Baden-Württembergs beträgt rund 35.000 qkm.

Was sagen Sie dazu, Herr Graf Bülow?

Die Schäden die im Schönbuch anzutreffen sind, finden sich ebenso in anderen Teilen Baden-Württembergs wieder. Wir haben Schadenmeldungen von der Alb, vom Bodensee, aus dem Schwäbi-schen Wald und aus dem Schwarzwald erhalten.

Sie erscheinen im selben Muster einer technisch-industrieller Denk-und Handlungsweise mit dem Ergebnis, dass die Bodenfruchtbarkeit der Waldböden durch die Maschineneinsätze auf weite Strecken systematisch zerstört wird und, dass diese, so wird von der Forstverwaltung kund getan, als „untergeordnete Begleiterscheinung“ bei der Holzgewinnung hingenommen werden muss, dass der Flächenverlust gar zum Schutze des Waldes erfolgt.

Diese Vorgehensweise findet in Deutschland und in den Ländern Europas zunehmende Anwendung. Die Schäden an den Böden die sich hieraus ergeben und die Folgen davon werden sich letztlich auf das Leben von uns allen auswirken. Das ist sicher!

Im Tagblatt war zu lesen, dass Sie eine Fahrspurdebatte wie sie im vergangenen Winter aufbrandete, nicht noch einmal führen werden… Was wollen Sie damit sagen?

Die Initiativgruppe erhält fortlaufend Mitteilungen, dass Rückegassen im Schönbuch aufgeschottert werden. Auf diese Weise werden die Bodenschäden dauerhaft sanktioniert!

Sehr geehrter Herr Graf Bülow, es entbehrt jeder Grundlage die Zerstörung der Bodenfruchtbarkeit fortzuführen!

Das gilt auch für die Entscheidungsträger bei Forst BW und in der Politik.

Wir alle haben das Recht auf die Nachhaltigkeit des Gemeinsamen. Dazu gehört der Boden! Ich sehe es als selbstverständlich an, alle schädigenden Einflüsse auf diesen zu unterbinden und ihn in seiner Fruchtbarkeit zu fördern.

Mit freundlichen Grüßen

Harald Kunz

Offenen Brief an Herrn Strittmatter,

Sehr geehrter Herr Strittmatter,
anbei die Reportage, ein junger Wilder räumt auf. Sie erschien am 28. März im Schwäbischen Tagblatt. Die angefügten Schadbilder sind aus dem gleichen Wald.  Die Arbeit von Herrn Notheiß´ bodenschonender Arbeitsweise erfährt Missachtung und Entwertung durch die angetroffenen Schäden. Wozu dieser Artikel wenn der betreffende Förster die Schäden selbst kennt, den Maschineneinsatz angeordnet hat? Sehen Sie selbst Herr Strittmatter.
Grüß Sie herzlich, Harald Kunz

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Ein junger Muskelprotz räumt auf 1 001

Ein junger Muskelprotz räumt auf 2 001

Waldmanns Welt

Collage mit Textteilen der Webseite von ForstBW

Wild auf Wald,
effektiv und effizient-
landesweit
-die Marke ForstBW.
Ausdruck von Verantwortung,
die den Wald ausbalanciert-
und der Wald wächst.

Wild auf Wald,
denn den Duft von feuchtem Moos
gibt es zum Nulltarif.
Gleich nebenan,
stehen sie uneingeschränkt bereit, die
übrigen Funktionen-
und der Wald der wächst.

Wild auf Wald…
Ökologischer Ansatz,
ökonomische Perspektive,
betriebswirtschaftlicher Nutzen,
langfristiger Schutz,
auf einer Fläche kombiniert-
und der Wald der wächst und wächst.

Wild auf Wald…
wo der Wald, ist ForstBW.
Mit der Natur im Team,
denn wir schützen was wir nützen.
Gleichzeitig und fortwährend
schaffen wir die Zukunft-
und der Wald der wächst und wächst und wächst.

Wild auf Wald…
Zielstärkennutzung,
Umtriebszeit gleich Lebensspanne Baum-
mehrjährige Pflanze,
Wurzel, Stamm und Krone-
und der Wald der wächst und wächst und wächst und wächst.

Wild auf Wald…
besserwüchsig optimiert-
Machbarkeit und Steigerung der Produktion,
FSC-zertifiziert.
…Rückegassen, Leichenstrecke – Bodentod!

Wild auf Wald! Und der Wald des Jahres wächst!

Warum der Name „Waldkritik“ ?

Der Begriff „Kritik“ ist in unseren „Macherzeiten“ etwas in Verruf geraten, obwohl er besonders seit der Aufklärung im 18. Jh. eine wunderbare Methode bezeichnet, eine Situation möglichst realistisch, nach den Kriterien der Vernunft, zu beurteilen. Die Methode der Kritik ist deshalb so erfolgreich, weil sie bei der Beurteilung eines Sachverhalts auch das jeweilige Vorverständnis mitbedenkt, also die Bedingungen, unter denen mein Beurteilen stattfindet.

Die Kritik eines Försters zum Beispiel, die er am Zustand und den Bedingungen unter denen der Wald wächst, äußert, muß zwangsläufig eine ganz andere sein, als bei einer Familie, die es einfach wertfrei liebt, am Wochenende im Wald wandern zu gehen und auch ein ökoradikaler Naturschützer wird eine ganz andere Kritik üben, als die beiden erstgenannten Gruppen.

Wir würden uns freuen, wenn alle Interessengruppen, die Fachleute UND die absoluten Laien (die einfach nur waldbegeistert sind) sich an diesem runden Tisch miteinander austauschen würden.

Der Wald bedeutet für mich immer Schönheit und Mahnung zugleich und Kritik ist für mich bewahrend und verändernd zugleich. Kritik ist meiner Meinung nach auch dann berechtigt, wenn Sie gleichzeitig und zunächst KEINE ALTERNATIVEN Lösungen anbieten kann.

Ohne Kritik kann man die Probleme nicht sehen, bzw. adäquat beurteilen und oft kann man das Problem der einen Interessengruppe nicht mit dem Problem einer anderen Interessengruppe einfach verrechnen, beide Themen stehen nebeneinander und es geht darum, gemeinsame Lösungen zu suchen, ohne die Probleme des jeweilig anderen als nicht existent wegzuerklären!

Der Name „Waldkritik“ bedeutet letztlich die „Kunst der Waldbeurteilung“! Diese Kunst ist sehr komplex und bedarf vieler Meinungen auf die man auch dann Rücksicht nehmen sollte, wenn es innerlich schwerfällt oder wenn man die Person, Partei, Institution etc. partout nicht ausstehen kann oder an deren Geisteshaltung, Einstellung und Aussagen heftig Anstoß nimmt.

Mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht sagen, ich wünsche allen einen regen und konstruktiven Austausch von Meinungen an diesem runden Tisch.

Möge es dem Wald helfen, denn wenn es ihm hilft, hilft es auch uns anderen fühlenden Lebewesen!

Pflichtlektüre für die Landwirtschaftsminister

David R. Montgomery: „Dreck“, oekom-Verlag, München 2010, 347 Seiten

Staub statt Ertrag: Feldarbeit bei Brandenburg/Havel.
Staub statt Ertrag: Feldarbeit bei Brandenburg/Havel. (AP)

Aufgerissen, erodiert und ausgelaugt: Durch hemmungslose Ausbeutung schwinden weltweit wertvolle Bodenschichten, Hungersnöte und Kriege könnten die Folge sein, warnt der Geologe David Montgomery. Helfen könne nur noch ein Umstieg auf ökologische Landwirtschaft.

Die Hiobsbotschaften reißen nicht ab: Erderwärmung, Zerstörung der Urwälder, Wassernot und Artensterben. Jetzt steht die nächste Katastrophe ins Welthaus. Diesmal geht um nicht mehr und nicht weniger als die Grundlage unserer Ernährung, und das ist der Boden, auf dem wir stehen. Ohne fruchtbare Böden gibt es kein Obst, kein Gemüse, keine Ackerfrüchte, kein Viehfutter. Nur eine bis zu einem Meter dünne Schicht sichert die Ernährung der Menschheit. Und eben dieser nährstoffreiche Oberboden schwindet weltweit rapide.

Ist er erst einmal verloren, dauert es Ewigkeiten, bis er sich wieder neu gebildet hat. Ein bis zwei Zentimeter pro Jahrhundert wächst ein nährstoffreicher Boden dank Regenwürmern und zahlreichen anderen Bodenorganismen, die Stickstoff, Kalium und Phosphor freisetzen, also jene Nährstoffe, die Pflanzen zum Wachsen brauchen.

Die wundersame Welt der Bodenflora und -fauna, der Bakterien und Pilze ist leider nicht das Thema von „Dreck“. Dafür konzentriert sich David Montgomery auf die Geschichte der Bodenerosion, die mit dem Ackerbau und der Viehwirtschaft einsetzt. Anhand von historischen Bodenprofilen versucht der Geologe nachzuweisen, dass die großen Imperien der Vergangenheit nicht zuletzt an ihrem verantwortungslosen Umgang mit dem Boden zugrunde gegangen sind.

Seine These: Mit dem Aufstieg der Kulturen wuchs die Bevölkerung – und damit auch der Nahrungsmittelbedarf. Die fruchtbaren Böden waren ohne ausreichenden Düngernachschub binnen weniger Generationen ausgelaugt. Vom Pflug aufgerissen, trugen Regen und Wind zentnerweise Erde fort. Die Ernteerträge gingen drastisch zurück. Nicht zuletzt deswegen unterwarf man fremde Völker: um sich deren Ernten einzuverleiben. Das Römische Reich etwa lebte, nachdem die italienischen Böden massiv degradiert waren, von Getreideeinfuhren aus Ägypten. Selbst viele für ihren angeblich schonenden Umgang mit der Natur gepriesene Urvölker beuteten ihre Böden hemmungslos aus und gingen unter.

Doch auch die Neuzeit scheint nichts dazugelernt zu haben. Zwar haben Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel Mitte des letzten Jahr-hunderts zu einer massiven Steigerung der Erträge pro Hektar ge-führt, aber die industrialisierte Landwirtschaft hat, so der Autor, zugleich den Humusabbau beschleunigt, mit Pestiziden und Kunstdünger zahllose Bodenorganismen getötet und die Böden erschöpft. Ohne Kunstdünger tragen sie kaum mehr Früchte. Kunstdünger basiert aber auf Erdöl, und dessen Zeitalter geht zu Ende.

Seine Thesen belegt Montgomery an zahlreichen Beispielen von der Antike bis zur Neuzeit. Seine Fakten präsentiert er klar und deutlich. Er plädiert für einen Umstieg auf eine ökologische Landwirtschaft, die statt zu pflügen die Böden nur noch eggt, Pflanzenreste und Tierdung ausbringt, stickstoffbindende Zwischenfrüchte aussät. Die Ernteerträge entsprechen durchaus denen der konventionellen Landwirtschaft.

Eindringlich warnt der Geologe davor, so weiterzumachen wie bisher. Sind die Böden erst einmal degradiert oder verloren, kann sie auf absehbare Zeit nichts mehr zurückbringen. Hungersnöte, der Kollaps ganzer Gesellschaften, Kriege könnten die Folge sein. Ein Buch, das in die Hand eines jeden Landwirtschaftsministers gehört.

Besprochen von Johannes Kaiser

David R. Montgomery: Dreck. Warum unsere Zivilisation den Boden unter den Füßen verliert
Aus dem Englischen von Eva Walter
oekom-Verlag, München 2010
347 Seiten, 24,90 Euro

Quelle: http://www.deutschlandradiokultur.de/pflichtlektuere-fuer-die-landwirtschaftsminister.950.de.html?dram:article_id=139270

Der runde Tisch zum Wald