Zuschriften unserer Leser

Auf dieser Seite finden Sie Zuschriften unserer Leser, die sie uns zur Veröffentlichung geschickt haben. Wenn auch Sie Ihrer Stimme Gehör verschaffen möchten, dann können Sie uns gerne Leserbriefe oder Korrespondenzen mit offiziellen Behörden schicken, denn nur gemeinsam können wir etwas an der überkommenen Forstpraxis ändern:

NEU

Leserbrief zum Artikel über unser Bodenschutzkonzept im Schwäbischen Tagblatt:
Das Rückepferd als echte Alternative

Im Artikel „Gegen Gassen nach Schema F“, wird vom aufwendigen und teuren Seilkran gesprochen. Dieser hat nur einen begrenzten Aktionsradius, der allerdings im Zusammenspiel mit dem Rückepferd, vergrößert werden kann. Was im übrigen für andere Forstmaschinen auch gilt. Das Pferd kann durch Vorliefern der Stämme, den Radius erweitern und die Technik hervorragend ergänzen. Somit könnten die Gassenabstände bedeutend vergrößert und wertvoller Waldboden geschützt werden. Es gibt Studien die zeigen, dass wenn man alle Kosten, speziell auch die angeführte Sanierungskosten der Rückegassen, berücksichtigt, das Pferd nur unwesentlich teurer ist als die Maschine. Weiter entstehen beim Rücken mit Maschinen, teils große Schäden am Bestand, was alles wahrlich nicht eingepreist wird.
Die Waldkritik sieht die Förster verantwortlich. Sicherlich hat ein Förster den Auftrag sich um das Wohl des Waldes zu kümmern. Leider unterliegen, sie aber auch den Vorgaben der Politik, nämlich wie dieser von Minister Bonde, „3% mehr Gewinn im Staatsforst für 2015“.
Wo ist da die Motivation, das „vermeintlich“ teurere Pferd einzusetzen und größere Gassenabstände zu machen.
Dem Verbraucher muss klar gemacht werden, dass „Er“ letztlich immer die Zeche bezahlt. Aufgabe der Politik, sollte sein, klare Vorgaben zu machen, wie mit UNSEREM Wald umzugehen ist und die überall gepriesene „Nachhaltigkeit“ in den Vordergrund zu stellen. Im übrigen gibt es das Bodenschutzgesetz, Dies sollte sich die Politik mal genauer ansehen.

Rolf Rebmann

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NEU

Leserbrief zum Artikel über unser Bodenschutzkonzept im Schwäbischen Tagblatt:
Wem gehört eigentlich  der Schönbuch?

Man ahnt schon: die Antwort wird ernüchternd sein. – Vielen Dank der Initiative Waldkritik“ für ihre Arbeit.  Jeder, der die Natur liebt und sich ein wenig im Wald erholen und ergehen möchte, muss es erleben: Das ist vorbei! 
Die Forstwirtschaft ist der Feind des Waldes. Es geht nur noch um Profit.
Annemarie Hopp

Wanderung vom Schaichhof zum Birkensee

Die Familie Schild aus Böblingen hat uns die nachfolgende Korrespondenz mit der Forstbehörde in Bebenhausen – einschließlich der Bilder – zur Veröffentlichung überlassen.
Aus Gründen der Transparenz gegen wir davon aus, daß niemand etwas dagegen einwenden wird, wenn wir die Korrespondenz hier veröffentlichen:

Zunächst schrieb die Familie Schild an Herrn Köberle, dem Abteilungsleiter der Abt. 34 – Forst beim Landratsamt Tübingen

Sehr geehrter Herr Köberle,
wir möchten nicht die Diskussion des Frühjahrs/Sommers wieder aufgreifen, aber auf unserer heutigen Wanderung vom Schaichhof zum Birkensee und zurück waren wir doch entsetzt. Die Forstwirtschaft hat auf den Nebenwegen, teilweise aber auch auf den Hauptwegen und am Grillplatz, grausige Spuren hinterlassen. Lässt sich das wirklich nicht vermeiden? Ein Arbeitseinsatz nach Zeitplan statt nach dem Wetter, mit schwerem statt mit leichtem Gerät, mag zunächst kostengünstiger sein, aber die Wiederherstellung der Wege kostet doch sicher auch einiges Geld, von der Beeinträchtigung der Natur ganz abgesehen.
Mit der Bitte um eine Stellungnahme und freundlichen Grüßen,
Sigrid+Peter Schild

Folgende Bilder wurden von Familie Schild ihrem Schreiben beigelegt:

Auf dieses Schreiben bekam Familie Schild einen Antwortbrief von Herrn Götz Graf Bülow von Dennewitz, dem stellvertretenden Leiter der Abteilung 34 – Forst beim Landratsamt Tübingen:

Brief Familie Schild 01 Brief Familie Schild 02

Woraufhin Familie Schild Herrn Graf Bülow wie folgt geantwortet hat:

Sehr geehrter Graf Bülow,
vielen Dank für Ihr Schreiben.
Vermutlich wurde unsere Mail vom 18. (nicht: 20.) Oktober gründlich missverstanden. Unser Spaziergang war keineswegs beeinträchtigt. Wo es zu nass ist, muss man ja nicht unbedingt laufen. Und gegen die Holzwirtschaft haben wir grundsätzlich auch nichts.
Wir hatten aber den Eindruck, dass bei der Holzernte dieses Jahr mehr Schäden angerichtet wurden als in den Jahren zuvor. Entweder wurde zu schweres Gerät eingesetzt oder zu wenig Rücksicht auf die Witterungsverhältnisse genommen. Gerade weil Ihr Amt sehr viel für den Schönbuch als Naherholungsgebiet leistet, sollte darauf geachtet werden, dass die Forstwirtschaft beim Publikum nicht in Misskredit gerät. Dass es auch anders geht, war erst am 21.10. in der Kreiszeitung Böblinger Bote zu lesen, in einem Bericht über den Waldbegang Holzgerlinger und Schönaicher Ratsmitglieder in deren gemeinsamem Forstrevier.
Mit freundlichen Grüßen,
Sigrid+Peter Schild

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Der runde Tisch zum Wald